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Kreis testet erfolgreich neues Löschwasserkonzept
Bewährungsprobe bestanden: Waldbrandübung bei Biedenkopf und Caldern / Berechnete Zeiten und Wassermengen stimmen mit der Realität überein
„Unser Ziel war es, an zwei Orten mit jeweils unterschiedlichen Voraussetzungen einen Löschwasserstrom von rund 1.000 Litern Wasser pro Minute unterbrechungsfrei zu Verfügung zu stellen. Dieses Ziel haben wir erreicht“, erläuterte der ehrenamtliche Kreisbrandmeister Daniel Thome als Planer des Projekts am Samstagnachmittag.
An der Übung waren die Wechselladerfahrzeuge mit den dazugehörigen Tankbehältern aus Biedenkopf, Fronhausen, Gladenbach, Marburg, Rauschenberg, Stadtallendorf, Steffenberg, und Wetter beteiligt. Die kommunalen Katastrophenschutz-Löschzüge aus Kirchhain und Lohra bauten die Plätze zur Wasserentnahme und Wasserübergabe auf und die Feuerwehren aus Biedenkopf und Lahntal übernahmen die Aufgabe der Brandbekämpfung im Wald. Hinzu kamen Einsatzkräfte, die die Abläufe beobachteten und dokumentierten. Die Informations- und Kommunikationsgruppe des Landkreises, eine Einheit des Katastrophenschutzes, koordinierte zu Beginn den Einsatz der Feuerwehren an einem Bereitstellungsplatz. Hinzu kamen Mitarbeitende von Hessen Forst. „Insgesamt waren so rund 160 Einsatzkräfte unterwegs“, stellte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer fest. Auch er zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Das Ziel, das wir mit der Planung des Konzepts verfolgt haben, haben wir auch erreicht. Die theoretischen Planungen und Berechnungen stimmen mit der Realität überein. An ein paar wenigen Stellen müssen wir noch ein bisschen nachjustieren – aber genau dafür war die Übung ja gedacht“, erklärte Schäfer. So müsse etwa bei der Aufgabenverteilung und der Festlegung, in welcher Reihenfolge bestimmte Abläufe stattfinden müssen, noch etwas nachgeschärft werden.
Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Kreisbrandmeister Daniel Thome wiesen auch darauf hin, dass beim Thema Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im Landkreis Marburg-Biedenkopf Planung, Konzeption, Beschaffung von Geräten und Fahrzeugen, Ausbildung und Auswertung gut ineinandergriffen: „Davon lebt das Konzept, das in dem verheerenden Waldbrand bei Cölbe-Schönstadt im Jahr 2022 seinen Anfang nahm“, so Schäfer und Thome.







