Grußwort des Bürgermeisters

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Neues aus dem Rathaus

Bracht VierteGrenzwanderung 25

Direkt an unsere Stadtteile Bracht und Albshausen grenzt der Burgwald mit wunderschönen, abwechslungsreichen Wanderwegen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: TOURISMUS

Veranstaltungskalender

Stammtisch VdK Rauschenberg
Datum 20.02.2020 19:00

Pizzeria Venezia

Café VergissMeinNicht: Mit Schwung ins neue Café-Jahr!
Datum 21.02.2020 14:30 - 16:30

Nach einer kurzen Winterpause findet das nächste Begegnungscafé für Menschen mit und ohne Demenz am

21.02.2020

von

14:30 – 16:30 Uhr

im Martin-Luther-Haus in Rauschenberg-Bracht statt.

Unter dem Motto „Mit Schwung ins neue Café-Jahr!“ wollen wir gemeinsam einen schwungvollen, bunten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen verbringen. Wir freuen uns auf alle unsere Stammgäste, aber auch neue Gäste sind herzlich willkommen!

Auf Anfrage kann ein Fahrdienst organisiert werden. Nähere Informationen erhalten Sie über die Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf e.V. (Tel.: 06421 690393).

 

Faschingsball des FVB Bracht
Datum 22.02.2020 20:11

in der Mehrzweckhalle Bracht

Kinderfasching des FVB Bracht
Datum 23.02.2020 14:11

in der Mehrzweckhalle Bracht

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Amerikanische Spurensuche

P1030657Zwischen den Jahren besuchte die amerikanische Schülerin Linnea Eberly aus Princeton, New Jersey, USA, ganz gezielt unser Städtchen Rauschenberg. Sie war auf der Suche nach dem „Graebe-Stein“, der von Hiesigen auch „Försterstein“ genannt wird.

Im Jahr 2008 waren deutsche Verwandte bei einem Spaziergang durch unseren Schlossberg zufällig auf die Stele gestoßen, die folgende Inschrift trägt: „Zum Andenken an den Pfleger dieser Anlage Revier-Förster Carl Emil Graebe errichtet von seinen Freunden 1857“.

Der Familienname war es, der das Interesse weckte und inner-familiär zu Nachforschungen anregte und tatsächlich herausgefunden wurde, das Carl Emil Graebe ein Vorfahre war. Dann schlummerte diese Erkenntnis wieder.

In diesem Jahr nun, 159 Jahre nach der Setzung des Denkmales, also ca. 6 Generationen später, nimmt sich die amerikanische Schülerin Linnea Eberly vor, in  einem Kurzfilm – als schulische Projektarbeit (Titel: ‚Auf Spurensuche eines meiner Vorfahren aus Deutschland.“) eine Dokumentation zu erstellen.

Ein Hilfeersuchen erreichte Ludwig Pigulla, Mitglied der InteressenGemeinschaft Schloßberg/Historischer Arbeitskreis der Stadt Rauschenberg, per Internet mit der Bitte, einen Besuch des Denkmals vorzubereiten und im Vorfeld weitere Recherchen zu diesem Gedenkstein zusammen zu tragen. Verschiedene Interview-partner sollten als roter Faden zu dem tatsächlichen Ort hinführen.

So wurden also historische Quellen durchforstet und die einschlägigen Chroniken der Stadt Rauschenberg von Wagner/ Stock, Eduard Bromm und Friedrich Prüser gesichtet. Neue, sachbezogene Informationen durch Dipl.-Archivar Helmut Klingelhöfer, ebenfalls Mitglied der IG, ergänzten das Persönlichkeitsbild des Gesuchten.

Interviewpartner und Locations standen als bald fest, der Platz am ‚Försterstein‘ von Herbstblättern frei gerecht, um einladend zu wirken.

Am Weihnachtsdienstag flog Linnea in Begleitung ihrer Mutter über Hamburg bei Sturmwetter ein und beide schlugen sich mit der Bahn bis Kirchhain Bez. Cassel (vormalige Schreibweise) durch.

Der Nachmittag galt der filmtechnischen Absprache und führte dabei durch die Stadt (Oberförsterei) ins Rathaus-Museum, wobei das Drehbuch der Interviewpartner und Locations festgezurrt wurde.

Begeistert von der spätmittelalterlichen Fachwerkbausubstanz und den historischen Erläuterungen bei der Stadtführung freute sich die Schülerin auf den „Drehtag“.

Dieser begann mit der ersten Befragung vor dem steinernen Treppenturm des Rathauses aus der Zeit der Renaissance (Stein-metz Philipp Soltan 1666) und führte filmbegleitet ins Museum der Stadt. Als Interviewpartner führte Ludwig Pigulla die Schülerin in die politische Situation Hessens bzw. Deutschlands in der Zeit der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts ein, der Wirkungszeit des Revierförsters C.E. Graebe in Rauschenberg.

 

 

Es ist die Zeit der Freiheitskämpfe der Bürger gegen Fürsten für die die Schlagwörter „Wartburgfest 1817“, Georg Büchner (1813 – 1837), Friedrich List (1789 – 1846), das „Hambacher Fest 1832“ und die 1. deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche (18.Mai 1848) stehen.

C.E. Graebe schuf  hier in hervorragender Weise mit seinen Freunden den „Schloßberg-Park“ mit seinen Anlagen und großzügigen Wegeführungen. Dazu sei als Literaturquelle Friedrich Prüser (1966) zitiert, der treffend die gestalterische Stärke des aufkommenden Selbstbewusstseins des städtischen Bürgertums umschreibt: „Das ist in doppelter Beziehung ein Denkmal, einmal der Freundschaft und dann des Gemeinnutzes. Der Freundschaft: sie sind nicht genannt, die Freunde des alten wackeren Revierförsters, wohl des Mannes, dem die Hege am Berg unterstand. Revierförster hin, Revierförster her: die Titel haben sich im Laufe der Jahrzehnte im gegenseitigen Wettbewerb gehoben. Jedenfalls war der Revierförster von damals ein angesehener Mann, und dieser hatte ein weites und großes Herz für seinen Wald: über die Maßen muß er es gehabt haben; denn sonst hätten ihm die Freunde wohl kaum dieses Denkmal gesetzt. Das größere ist wohl der Wald selber gewesen: gewiß hat er ihn durch Anpflanzungen gemehrt, Wege gebaut, Durchblicke schlagen, Ruhebänke setzen, an entlegener Stelle vielleicht gar eine Schutzhütte errichten lassen. Er hat nicht nur den Wald gepflegt, sondern auch das, was im grünen Revier kreucht und fleucht. Eine glückliche, gütige Hand hat er gehabt und Ideen, vor allem die eine, große: der Natur zu helfen, aus dem wilden Wuchs eine schöne Anlage zu machen, in der sich jedermann ergehen und gesund werden könnte, an Leib und Seele gesund, wenn ihm der Sinn danach stünde. Gedacht, gesagt, getan: die Anlage am Schloßberg ist in der Hauptsache wohl das Werk dieses Mannes gewesen. Wir vereinen uns mit seinen Freunden, ihm dafür den schuldigen Dank zu sagen.

Seine Freunde? Wer sind sie gewesen, die sich hier verhüllt melden? Wir sagten schon, daß der Revierförster ein wohlgelittener, angesehener Mann gewesen sein muß, der gewiß zu den „Honoratioren“ des Städtchens gehörte. Und sie, der Bürgermeister, der Arzt, der Apotheker, vielleicht gar der oder die Lehrer, der Richter an dem in der Stadt verbliebenen Gericht – es müßte der letzte der Justizamtmänner kurhessischer Zeit gewesen sein - , hatten untereinander ihre Freundschaften, ihre Zusammenkünfte, freudvoll und leidvoll, aber mehr der ersten Art, und da mag in solchem Kreis der Gedanke geboren worden sein, für den Wald am Schloßberg mehr zu tun als das, was als Försterpflicht geboten war. Dieser ganze Freundeskreis wird das Werk getragen haben, das so schöne Früchte zeitigen sollte. Wir können uns von diesem Stein der Freundschaft aus also einen tiefen Blick in die Seele des Städtchens in der Zeit vor gut hundert Jahren tun. Ja, es muß dieser Gedanke noch weiter ausgestrahlt haben, in die Kreise der eigentlichen Bürgerschaft hinein.

Auf keinen Fall dürfen wir sie als einzige dumpfe Masse vorstellen, die im gleichbleibenden Dunkel eines gedrückten Ackerbürgertums oder Kleinleutekaufmanns erstickt wäre. Rege Geister hat es in Hessen zu allen Zeiten gegeben, auch in der breiten Menge der Bevölkerung, und gar nicht selten sind die Fälle, wo aus ihr ein bedeutender Geist emporgewachsen ist. In dem selben Jahr, in dem  die Rauschenberger ihrem Förster Graebe  dieses Denkmal unterhalb der Schloßhöhe setzten, ………“

Regietechnisch führte der Weg zur nächsten, gleichaltrigen Interviewpartnerin in die Bahnhofstrasse. Hier vermittelte in gepflegtem Englisch die Schülerin Paula Tinnemann neust gefundene Sachinformationen: So wurde der ‚Reitende Förster‘ Carl Emil Graebe, oft auch ‚Grebe‘ in den Akten geschrieben, vom Dienstsitz im Revier Bischofferode/Spangenberg nach Rauschenberg versetzt, wo er nun den geänderten Diensttitel „Revierförster“ trug.  Im Jahre 1858 wird diese Stelle als unbesetzt vermeldet. Die Antwort darauf ist dem Text des Försterstein´s zu entnehmen.

Nach einem Rundgang auf dem Rathausturm mit beeindruckendem Blick auf das weihnachtlich beleuchtete Städtchen wartete eine neue Interviewpartnerin auf Linnea und führte sie endlich zum Zielort ihres Besuches. Die Verwandte, die 2008 den Stein für ihre Familie wieder entdeckt hatte, berichtete vor Ort. Eine ehrfürchtige Stille trat plötzlich auf, weil das Ziel der weiten Anreise und des Films erreicht war. Der Mensch Carl Emil Graebe schien plötzlich ganz nah zu sein.

 

Dankbar und sichtbar glücklich stieg die „kleine Forschergesellschaft“ noch zu der Schlossruine auf und bemerkte, dass der ehemals so gepflegte Schloßberg-Park nicht mehr zu sonntäglichen Erholungsspaziergängen einlädt, wie er dies über 150 Jahre für die Rauschenberger und Kurgäste tat, als die Stadt auch noch das Prädikat „staatlich anerkannter Luftkurort“ trug, auch wegen diesem von Carl Emil Graebe angelegten Naturerholungsort.

 

-         Text und Bild Ludwig Pigulla -

 

 

 

 

Die Eiche von Zettrichshausen

Eiche von Zettrichhausen

Jeder der von Sindersfeld nach Rauschenberg oder umgekehrt kam, kannte Sie. Sie war der markante Punkt, das Kleinod auf dem beschwerlichen Weg von unten nach oben, an dem man gerne rastete oder den Punkt, an dem die Menschen, die von oben nach unten fuhren, immer freiwillig bremsten. Sie war eine Schönheit, ein kleines Biotop das Insekten, Tieren und Vögeln eine Heimat bot. Jeder der Sie sah, dachte gleich daran, was Sie alles schon gesehen haben muss. Vielleicht stand Sie schon als Rauschenberg vor 750 Jahren gegründet wurde aber sicherlich hatte Sie den Riemenschneider schon erlebt. Weit gefehlt – unsere Eiche war noch nicht so alt. 1895 im Herbst haben sich die Rauschenberger angeschickt, drei Eicheln an just jener Stelle zu säen, an der alle Fuhrwerke langsam sein mussten, egal ob von oben oder unten kommend, nach Rauschenberg fahrend oder Rauschenberg verlassend. Auch jeder Wanderer nutzte gern die Gabelung, um sich auszuruhen. Drei Eicheln übrigens, weil die pfiffigen Rauschenberger wussten, der Sinnspruch fürs Eiche-Säen heißt: "Eine für's Haus, eine frisst die Maus und eine kommt raus!".

Die örtliche Zeitung vom Mittwoch, 27.November 1895 schreibt dazu:

„Rauschenberg, 22.November. Am Mittwochabend wurde ein Mann von hier auf dem Wege von Sindersfeld nach Rauschenberg angegriffen. Da er sich mit seinem Stock kräftig wehrte, nahmen die Buschen alsbald Reißaus, ohne ihm irgendwie einen Schaden zugefügt zu haben. Wie man nun nachträglich erfährt, soll der Überfall einem Dienstknecht des Hofes Zettrichshausen gegolten haben. Eine exemplarische Strafe wäre hier am Platz.“

 

Es ist nicht auszuschließen, dass diese Eiche als Sühneeiche dort gepflanzt wurde.

Aufgrund des hohen Nährstoffgehaltes im Boden und das der Baum alleine stand, konnte er die enorme Dicke von 170 cm erreichen. Wer es nicht glaubt, der Stumpf steht nun vor der Kratz‘schen Scheune und auf ihr thront der Schattenriss des Rauschenberger Schlosses.

Das Kunstwerk ist noch nicht abgeschlossen. Eine Tafel mit wichtigen historischen Ereignissen und eine kleine Beschreibung des Kunstwerkes werden im Frühjahr angebracht werden. Leider ist dieses Kunstwerk vergänglich, die Eiche von innen hohl. Experten rechnen damit, dass in ca. 25 Jahren die Eiche so stark geschädigt ist, dass diese ersetzt werden müsste. Eine Konservierung ist leider nicht möglich, auch ein Dach über das Kunstwerk ist aus Kosten- und ästhetischen Gründen nicht durchführbar. Die Eiche bietet aber dadurch weiterhin Insekten ein Zuhause und ist gleichzeitig ein Zeichen für die Vergänglichkeit. Sollte dann die Eiche nicht mehr sein, soll diese dann durch einen Sandstein ersetzt werden, auf dem dann das Schloss wie seit ewiger Zeit auch in Wirklichkeit thront.

Finanziert wurde das Kunstwerk durch den Kultur und Verschönerungsverein Rauschenberg, der Geschichtswerkstatt / Wir alle in Rauschenberg und der IG Schlossberg / Historischer Arbeitskreis. Die Idee hierzu entstand durch die gute Zusammenarbeit von Herrn Ludwig Pigulla und Jörg Näther. Bei der Umsetzung half Matthias Krause maßgeblich mit. Einen besonderen Dank geht an den Bauhof der Stadt Rauschenberg und dessen Mitarbeitern, die manch Mittagspause für dieses Projekt geopfert haben. Auch alle anderen, die das Projekt unterstützt haben sei hier ein großer Dank ausgesprochen.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen. Der Stumpf ist an der breitesten Stelle ca. 170cm Breit, hat einen Umfang von ca. 5 Metern. Die Eiche ist bis zu ihrer Fällung im Jahre 2015 etwa 120 Jahre alt geworden. Der Stumpf wiegt etwa 4 Tonnen. 

CHIARA, EINE JUNGE SPORTLERIN AUF IHREN WEG NACH OLYMPIA

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Chiara Klein aus Schwabendorf träumt ihren Traum von Olympia. Die bald 13jährige lässt die Herzen ihrer Trainer höher schlagen. Da schwimmt die nächste Franziska van Almsik hört man hinter vorgehaltener Hand die Fachwelt tuscheln.  

Chiara hat mit 5 Jahren in Kirchhain schwimmen gelernt und ist im Sommer  2011 zum TSV Kirchhain gekommen. Seit Oktober 2012 schwimmt sie Wettkämpfe. Im Juli 2014 durfte sie an ihren ersten Hessischen Jahrgangsmeisterschaften teilnehmen. Seit dieser Zeit wurde sie 51 mal Hessenmeisterin, wurde 3. bei den Süddeutschen Meisterschaften und im Juni 2016 bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften in Berlin belegte sie Platz 7 im Rücken Mehrkampf.  Seit drei Jahren schwimmt sie in der Hessenauswahl Länderkämpfe mit großem Erfolg. Sie wird zu allen Trainingsmaßnahmen des Hessischen Schwimmverbandes eingeladen und als einzige Schwimmerin im Jahrgang 2004 ist sie im D - Förderkader des Landes Hessen. Sie ist eine der wenigen Schwimmerinnen in Deutschland im Jahrgang 2004 die alle vier Schwimmstile auf absolutem Topniveau schwimmt (Freistil, Brust, Rücken und Schmetterling). Deshalb ist Chiara auch eine der besten Lagenschwimmerinnen im Nachwuchsbereich.  Dieses Jahr im Februar wechselte sie zum TV 1843 Dillenburg. Ihr Weg nach oben fordert schon heute einen absoluten Willen. Chiara trainiert 6 Tage die Woche bei ihrem Trainer Ralf Hermann in Dillenburg. Des Weiteren hat sie mehrere Athletikeinheiten und zusätzliche Schwimmeinheiten täglich in Kirchhain. Dort besucht Chiara die 7 Klasse des Gymnasiums der Alfred - Wegener - Schule. Diese Schule bietet ihr ein Umfeld, welches ihr ermöglicht, ihren Sport auf absolut höchstem Niveau auszuüben. Ihre Lehrer unterstützen Chiara wo sie nur können. 

Am Wochenende vom 03.bis 04.12.2016  fanden in Wiesbaden die Hessischen Meisterschaften 2016 statt. Chiara  wurde erneut 8 - fache Hessenmeisterin. Sie ist damit  wieder erfolgreichste  Sportlerin der Veranstaltung. Sie gewann über 200m Frei, 100m Brust, 100m Lagen, 200m Lagen, 400m Freistil, 100 Freistil, 200 Brust und 400 Lagen. Aus jugendschutzrechtlichen Gründen dürfen die Schwimmer/innen nur 8mal starten, sonst hätte Chiara noch weitere Titel holen können. Mit dem  Titel über 200m Brust in einer Zeit von 2:45,4  feierte Chiara ihren 50. Jubiläumssieg. Chiaras größtes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Diesem Ziel ordnet die 12 jährige alles unter, denn sie weiß, dass dieses Ziel nur durch absolute Leistungsbereitschaft und jeden Tag hartes Training zu erreichen ist. Sie liebt und lebt ihren Schwimmsport.

Wir gratulieren Chiara zu ihren einmaligen Leistungen und wünschen ihr, dass sie ihr Ziel erreicht, nicht zuletzt weil wir dann alle 2020 vor dem Fernseher sitzen und unsere Athletin in Tokio anfeuern werden.

JESBERG HAT ES, SCHÖNSTADT HAT ES, LAHNTAL HAT ES UND RAUSCHENBERG VIELLEICHT AUCH

Elektromobil

In  den letzten Jahren greift ein Phänomen um sich. Elektromobilität und Carsharing, Elektrofahrräder, Bürgerbusse und Ladestationen sind immer öfters in den Stadtbildern der umliegenden Gemeinden zu sehen.

Alle Projekte haben eines Gemeinsam, sie fußen auf dem Engagement der Bürger ihrer Gemeinden. Viele Ideen und Initiativen sind entstanden und werden ähnlich den Nahwärmegenossenschaften von Bürgern mit der Unterstützung der jeweiligen Gemeinde gemeinschaftlich  betrieben. Die Stadt Rauschenberg möchte ihnen die Gelegenheit geben, sich an der Idee „Rauschenberg Elektromobil“ zu beteiligen. Wir, die Stadt Rauschenberg, haben uns deshalb  bei dem Bundesprogramm Auto teilen – Gemeinsam Mobil beworben und sind aufgenommen worden. Dieses Programm unterstützt uns in der Anfangsphase mit Profis aus dem Bereich Elektromobilität, Bürgerbusse und Caresharing. Es soll ein Projekt entwickelt werden, dass zum einen die Ausweitung der Elektrotankstellen im Stadtgebiet zum Ziel hat, zum anderen die Möglichkeiten eines Car- oder E-Bikesharings beinhaltet. Nicht nur in der Kernstadt sondern auch in den Stadtteilen ist deshalb eine große Unterstützung für dieses Projekt nötig.

Am 12.01.2017, von 18 bis 21 Uhr findet dazu in der Kratz’schen Scheune ein Treffen zur Erarbeitung eines Konzepts für die Schaffung eines gemeinsamen Mobilitätsangebots in Rauschenberg und dessen Stadtteilen statt.

Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und freuen uns, Sie alle begrüßen zu dürfen.

In den nächsten Jahren wird es im Bereich Elektromobilität zu vielen Veränderungen kommen. Gesetze und Verordnungen für die Schaffung von Infrastruktur für die E-Mobilität wurden 2016 sowohl im Bund als auch auf Landes- und  Kreisebene verabschiedet. Marburg setzt schon heute auf Alternativen für den Verbrennungsmotor.  So sind schon heute über 50% der städtischen Fahrzeuge elektrisch betrieben. Aber auch Elektrobusse oder die Einführung der Umweltzone, die kostenlose Nutzung von Parkplätzen für Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet tragen dazu bei, dass immer mehr Elektrofahrzeuge  in die Stadt Einzug halten. Deshalb ist es auch für Rauschenberg wichtig hier den Anschluss an die Region nicht zu verlieren.

Landrätin und Oberbürgermeister sagen Danke

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137 engagierte Menschen erhalten Ehrenamts-Card

Marburg-Biedenkopf / Marburg (). Am diesjährigen Internationalen Tag des Ehrenamtes (Montag, 5.12.2016) haben Landrätin Kirsten Fründt und der Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg, Dr. Thomas Spies, die Ehrenamts-Card an 137 engagierte Menschen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf verliehen.

„Ob in der Jugend- und Seniorenarbeit, im sozialen, kirchlichen und kulturellen Bereich, aktiv im Naturschutz, im Sport oder der lokalen Politik und in der Bildungsarbeit - ihre Beiträge in den unterschiedlichen Themenbereichen tragen direkt zum Gelingen unserer Gesellschaft bei“, würdigte Landrätin Fründt das Engagement der neuen Inhaber der Ehrenamts-Card.

Es sei „ein Dankeschön für Ihre vielen Stunden an Arbeit in Ihrem Verein, Ihrer Initiative, die Sie für andere geleistet haben“, ergänzte Marburgs Oberbürgermeister Spies. Stunden, die für die Universitätsstadt und die Region von „unschätzbarem Wert“ seien, so Spies weiter.

Während der 22. gemeinsamen Verleihung von Landkreis und Universitätsstadt wurden 115 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis sowie 22 weitere aus der Universitätsstadt mit der Auszeichnung bedacht. Als Moderator führte Sebastian Sack durch den Abend, der von Vorstellungen der „Alfs-Street-Company“ musikalisch und mit einem Stück der Theatergruppe der Alfred-Wegener-Schule umrahmt wurde.

Die Ehrenamts-Card wird an Personen vergeben, die sich in besonderem Maße, nämlich mindestens fünf Stunden in der Woche und mindestens seit fünf Jahren, engagieren. Den Inhabern werden eine Vielzahl an Vergünstigungen, unter anderem Ermäßigungen und freie Eintritte für Veranstaltungen und Einrichtungen verschiedener Art, in den Städten und Gemeinden des Landkreises gewährt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.marburg.de oder www.ehrenamt.marburg-biedenkopf.de jeweils unter dem Stichwort Ehrenamts-Card. Antragsberechtigt sind neben den ehrenamtlich Tätigen auch Vereine und Organisationen, die Ehrenamtlichen in ihren Reihen mit der Card ein kleines Dankeschön zukommen lassen wollen.

Die Ehrenamts-Card erhielten:

 Rauschenberg: Katrin Kliem, Dorothee Spiller. 

Dr. MarkusMorr  
Fachdienstleitung Presse- und Kulturarbeit

WEIHNACHTSMARKT IN RAUSCHENBERG

Weihnachtsmarkt1

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmarkt. Auch diesmal beteiligten sich viele Vereine und Gruppen am diesjährigen Weihnachtsmarkt. Es wurde Getrunken, Gegessen, Gesungen, Lose gekauft, Kaffee und Kuchen, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck und Weihnachtsgeschenke angeboten, kurz alles was auch auf den großen Märkten wie in Nürnberg oder Dresden zu finden ist, gab es auch in Rauschenberg. Der Musikverein und der Spielmannszug spielten manch Weihnachtsstück, der Trachtenverein kam sehr Modern daher und auch die Sangeskraft der jungen und mittelalten Burschen war sehr gut ausgeprägt.

Weihnachtsmarkt2

In der Bücherei wurden Weihnachtsgeschichten und Gedichte von Astrid Lindgren in gemütlicher Atmosphäre vorgetragen und zeitweise ertönte auch mal das Weihnachtsglöckchen. Die Stadtjugendpflege bot wieder die beliebte Tombola an, die dieses Jahr ein Tab als Hauptpreis ausgelobt hatte.

Weihnachtsmarkt3

Der Weihnachtsmarkt war in diesem Jahr mehr als nur ein probieren des Glühweines sondern ein gelungenes Kleinod und ein besonderes Zeichen von bürgerlichen Engagement. 

Der Baum steht

Pünktlich zum Weihnachtsmarkt wurde auch dieses Jahr wieder ein stattlicher Baum durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes aufgestellt. Die Tanne stand noch vor geraumer Zeit im Stadtwald und wurde dort fachgerecht entnommen. Auch die Spendenbereitschaft an Bäumen war dieses Jahr extrem hoch. Zum Teil wurden Bäume mit über 15 m angeboten, auch die eine oder andere Gefahrenfällung wäre dabei gewesen. Leider mussten diesen potentiellen Spendern eine Absage erteilt werden. Mittlerweile sind in jedem Stadtteil die Bäume aufgestellt, teils durch die aktive Dorfgemeinschaft, teils durch die städtischen Mitarbeiter des Bauhofes.

Der Baum steht

Auch beim Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz sind natürliche Grenzen gesetzt. Mit dem diesjährigen Baum wurde die oberste Grenze mit etwa neun Metern erreicht. Hier muss beim Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung schon ein Steiger eingesetzt werden. Wir sagen allen Spendern, Helfer und Tannenbaumkümmerern Danke für Ihren Einsatz. Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Rauschberg findet am 03.12.2016 zwischen 14 und 22 Uhr statt. In der Zeit von 15 bis 17:30Uhr werden für die Kleinen und Kleingebliebenen in der Bücherei Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren durch ausgebildete Schauspieler vorgelesen. Auch stimmen Trachtengruppe, Spielmannszug und Musikverein die Besucher in weihnachtliche Stimmung. Die Jugendpflege Rauschenberg veranstaltet wieder ihre traditionelle Tombola und verkauft manche Kleinigkeit für den Gabentisch. Auch die Schatzkiste in Rauschenberg ist wieder von der Partie und bietet Weihnachtschmuck und Kleidung an. Weitere Stände wie der beliebte Glühweinstand findet man dieses Jahr wieder. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Am Weihnachtsbaume, die Lichtlein brennen

IMG 9650Weihnachten ist das Fest der Besinnung und seit fast 2000 Jahren eine der größten Geburtstagsfeiern weltweit. Aber neben der Niederkunft Maria in Bethlehem und der Geburt Jesu, dem Wachen der Hirten und den Geschenken der heiligen drei Könige hat sich auch ein kleinwenig Heidentum erhalten. Schon die alten keltischen Stämme, so auch die Chatten, die sogenannten Ur-Hessen, schmückten Ihre Behausungen mit immergrünen Pflanzenwerk wie Misteln, Wacholder oder Tannengrün um die Wintersonnenwende zu feiern und damit den Sieg der Sonne über den Winter. Im späten 16. Jahrhundert begann man zuerst im Elsass Bäume mit Zuckerwerk zu schmücken. Im Laufe des 18. Jahrhunderts kamen dann die Kerzen hinzu. Das 19. Jahrhundert machte den Baum in Europa populär, zuerst in den Städten später auf dem Lande. Was die Bäume alle gemein haben, sie fangen an zu nadeln. So auch in der Kratz‘schen Scheune, die aufgrund der Fußbodenheizung den Prozess so beschleunigt, dass die geschmückte Tanne spätestens nach 14 Tagen keine Nadeln mehr besitzt. Aber eine betriebliche Weihnachtsfeier oder die Weihnachtsfeier des Vereins ohne Baum ist nur schwer vorstellbar. Abhilfe könnte ein künstlicher Baum schaffen, der aber bei einer benötigten Höhe von etwa drei Metern doch so einiges kostet. Frau Brigitte Klingelhöfer kam dies zu Ohren und entschloss sich kurzerhand diesen Baum zu spenden. Sie hat es sich auch nicht nehmen lassen, geneinsam mit Frau Weckesser, der guten Seele der Kratz’schen Scheune, diesen sogleich, pünktlich mit Beginn der Adventszeit, aufzubauen und zu schmücken. Wir danken Frau Klingelhöfer für die Spende und wünschen allen Gästen der Kratz’schen Scheune eine nadelfreie Weihnachtszeit und vielleicht ertönt auch hier manchmal das alte Weihnachtslied „Am Weihnachtsbaume, die Lichtlein brennen“.

Lesezeit in Rauschenberg

Lesezeit IMG 3909

Seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten wird die Lesezeit vom Rauschenberger Büchereiteam angeboten, somit kann man schon von einer langen Tradition sprechen. Über 60 Kinder an 4 Tagen haben nicht nur Zeit zum Lesen gefunden, sie wurden selbst aktiv. Ob am Anfang als kleine Detektive in „Emil und die Detektive-manier“ oder aber auch beim gemeinsamen Rätseln und Lösen von manch kniffligem Fall beim Vorlesen. Auch das Töpfern wird von Anbeginn gerne angenommen. Diesmal wurden die Kinder aber auch selber zu kleinen Schriftstellern. Anhand von Bildern oder Worten konnten sie sich kleine Geschichten ausdenken. Jedes Kind in einer Gruppe zog ein Wort oder Bild und musste damit die Geschichte weiter erzählen. Aber ein richtiger Schriftsteller ist nur der, der auch veröffentlicht, also hier die Geschichten:

Fine lauscht.

Ein leises Quietschen ist zu hören. Sie springt aus dem Bett, läuft zum Fenster und öffnet es. Im Garten sieht sie das Licht an einem Fahrrad, auch hört sie Stimmen von draußen. Fine sieht außerdem eine Kiste, war es die Kiste die gequietscht hat, weil sie nicht geölt war? Sie sieht wie ein Mann vorbeigeht, vielleicht will er die Kiste ölen, denkt sie sich. Von ihrem Fenster kann sie ein Leuchten von einem Handy in der Kiste erkennen. Jetzt geht sie raus, dabei sieht sie eine orangefarbene Katze am Fenster sitzen. Fine läuft zur Kiste und findet Diamanten, die hinter der Kiste versteckt sind. Fine entdeckt eine Spur und läuft weiter. Sie folgt der Spur, die zu einem alten Haus führt. Ist das vielleicht ein Räuber Versteck in dem die Diamanten versteckt werden sollten? Fine läuft schnell nach Hause und ruft bei der Polizei an. Die kann, dank Fines Hilfe, die Räuber fassen und verhaften.

Gruppe 1: Haik, Paul, Tobias, Felix, Mika, Lea, Tim, Emma

Fine lauscht.

Ein leises Quietschen ist zu hören. Sie springt aus dem Bett, läuft zum Fenster und öffnet es. Sie hat unten einen Mann gesehen. Dann guckt sie nach rechts und sieht eine Frau die Holz hackt. Sie schaut wieder geradeaus, weil sie Stimmen gehört hat. Die Stimmen kommen  von weiter weg, hinter dem Hoftor. Ihre Eltern kommen ins Zimmer rein. Draußen sieht Fine einen Schatten vorbeihuschen und sie entdeckt eine Spur. Da sie sie den Mann nochmal. Außerdem beobachtet sie einen Vogel, der auf einer Blume sitzt. Auf dem Boden sieht sie eine Schachtel Streichhölzer. Jetzt beschließt sie endlich aus dem Haus zu gehen, draußen  bemerkt sie einen Igel vorbeihuschen. Plötzlich sieht sie den Mann der auf das Schloss zu rennt. Wieder hört sie dieses Quietschen, doch sie bemerkt, dass es eigentlich das Klingeln eines Handys ist. Fine beobachtet wie der Mann eine Kiste mit Giftpilzen im Schloss versteckt. Schnell fährt sie mit dem Fahrrad dem Mann hinterher. Nebenbei bemerkt sie noch einen Hasen, der sich schnell im Gebüsch versteckt hat. Deshalb hat sie nicht den Igel gesehen über den sie fährt, sodass der Reifen platzt, weil ein Stachel im Reifen stecken bleibt. Zum Glück trifft Fine noch ein anderes Kind, das Detektiv ist und Fine hilft. Der Mann verliert sein Handy. Da kommt Fines Katze Minka, die etwas im Maul hat. Fine schaut genauer hin, die Katze hat das Handy im Maul. Inzwischen hat der Mann das Tor vom Schloss zugeknallt, er hat die Stimmen von Fine und dem anderen Kind gehört und ist schnell weggerannt. Da sieht der Mann die Kinder, schnappt sich die Mistgabel vom Bauern und rennt auf die Kinder zu. Aber die Eltern von Fine haben schon die Polizei gerufen, die den Mann ins Gefängnis stecken. Die Polizei stellt die Kiste mit den Giftpilzen sicher.

Gruppe:  Amelie, Ben, Mia, Emelie, Luis, Chris, Pauline, Lars, Lara

Wo ist Poldi ?

Es geschah an einem Donnerstag im August. Mona und Paula fuhren auf ihren Fahrrädern durch den Park. Monas Dackel Poldi lief neben ihnen her. Plötzlich rannte Poldi los und war auch schon in einem Gebüsch verschwunden.

Aus dem Gebüsch kam ein Bellen. Auf einmal hörten sie ein Jaulen. Auf der Straße fuhr ein Auto vorbei. Mona rief: „Wir suchen Poldi!“ Sie pfiff nach ihm, aber er kam nicht. Sie sah einen Igel, der aus dem Gebüsch kam. Paula sagte: „Vielleicht hat sich Poldi an den Stacheln des Igels wehgetan.“ Mona meinte: „Vielleicht hat es etwas mit dem Auto zu tun?“ Sie gingen über eine Wiese, die am Ende des Parks lag. Es raschelte im Gebüsch, aber es war eine Katze. Sie roch an einem Gummistiefel. „Vielleicht hat ein Dieb den Hund mitgenommen“, rief Paula. Ein Motor heulte auf. Im gleichen Moment entdeckten die Mädchen den Hund im Kofferraum des Autos. Sie spürten Angst. Plötzlich hielt das Auto an. Der Tank war leer. Die beiden Mädchen rannten zum Auto. Der Dieb nahm den Hund unter den Arm und rannte weg. Aber die beiden Mädchen holten ihre Fahrräder und fuhren schnell hinterher. Zufällig kam eine Polizeistreife vorbei. Mona und Paula machten den Polizisten ein Zeichen. Die Polizisten rannten aus ihrem Auto und hielten den Dieb fest. Poldi nutzte die Gelegenheit, sprang herunter und rannte zu den Mädchen. Mona nahm ihn erleichtert in den Arm.

Gruppe 3: Henrik, Sina, Philip, Linus, Paula, Pauline, Tyler, Lara

All diese Geschichten entstanden während der Lesezeit am Donnerstag, den 17.11.2016 und zeigen, dass unsere Kinder trotz Computer, Smartphone und Co. noch viel Fantasie besitzen. Allen Beteiligten, ob klein oder groß, hat es super gefallen und freuen sich schon aufs nächste Jahr. Einen großen Dank sei aber an dieser Stelle dem Büchereiteam ausgesprochen für diese fantastische Woche voller Geheimnisse rund ums Lesen. 

Neubau eines Trinkwasserhochbehälters in Josbach

Trinkwasserbehaeler Josbach

Im Mai 2015 wurde festgestellt, dass in eine der beiden Wasserkammern des Hochbehälters Feuchtigkeit von außen eindringt. Die Wasserkammer wurde daraufhin stillgelegt. Um zu klären, ob eine Sanierung des Hochbehälters aus dem Jahr 1952 sinnvoll ist, wurde im Sommer des letzten Jahres ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung möglich ist, bei voraussichtlichen Kosten von rund 250.000 Euro.

Da eine Sanierung immer gewisse finanzielle Unwägbarkeiten mit sich bringt, wurden seitens des Magistrates und des Bauausschusses zunächst noch mehrere Neubauvarianten angesehen. Zunächst ein Edelstahlbehälter in Rauischholzhausen und dann ein Polyethylenbehälter (PE) in Butzbach. Die Neubaukosten eines Edelstahlhochbehälters belaufen sich auf rund 460.000 Euro, die des Hochbehälters in PE auf ca. 260.000 Euro. Da der Kostenunterschied zwischen Neubau in PE und einer Sanierung nur gering bzw. gar nicht vorhanden war, entschied sich die Stadtverordnetenversammlung zu einem Neubau in PE-Bauweise.

Der neue Hochbehälter wird, dank des Einverständnisses der Waldinteressenten Josbach die Eigentümer der Fläche sind, direkt über dem alten Hochbehälter gebaut. Die Aufträge zum Neubau sind weitestgehend vergeben. Im Sommer 2017 soll der neue Hochbehälter in Betrieb gehen.